Förderzusage für neues Beweidungsprojekt beim Landschaftspflegeverband: „Fledermausschutz durch Kuh & Co.“ wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit 1,5 Millionen Euro gefördert.

Das Projekt „Fledermausschutz durch Kuh und Co. (FleKuCo)“ wird vom LPV Neuburg-Schrobenhausen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und weiteren Kooperationspartnern, darunter weitere LPV, durchgeführt. Projektstart war der 01. März 2026, die Laufzeit endet Mitte Februar 2031.

Dem LPV Neuburg-Schrobenhausen wurde für das knapp fünf Jahre dauernde Projekt eine Zuwendung in Höhe von 1,51 Mio € bewilligt. „Fledermausschutz durch Kuh & Co.“ wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Die Gelder stammen aus dem Nationalen Artenhilfsprogramm, dessen Schwerpunkt auf dem Schutz von Arten liegt, die durch den Ausbau von Erneuerbaren Energien betroffen sind. Konkret geht es in dem Projekt um Fledermausarten, die durch den Bau von Windrädern negativ beeinflusst werden können, sogenannte windkraftsensible Fledermausarten.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sollen im Rahmen des Projektes in vier unterschiedlichen Regionen und Naturräumen Beweidungsflächen etabliert oder erweitert werden, um durch die Beweidung mit Großtieren (v.a. Rindern) die Insektenbiomasse und damit das Nahrungsangebot für windkraftsensible Fledermausarten zu erhöhen.

Große Pflanzenfresser wie Rinder oder Pferde schaffen auf extensiv beweideten Flächen Strukturen, die zur Erhörung der Artenvielfalt beispielweise bei Pflanzen, aber auch von Insekten beitragen. Vor allem auf nassen oder sonstigen schwer zu bewirtschaftenden Flächen bietet eine angepasste Beweidung große Möglichkeiten für Landschaftspflege und Naturschutz, und auch Landwirtinnen und Landwirte profitieren in vielfältiger Weise.

Der LPV wird aus Projektmitteln personell verstärkt, um ein Netzwerk wichtiger Akteure aufzubauen und zu betreuen sowie ein Beweidungskonzept zu erarbeiten. Teilnehmende sollen miteinander vernetzt und von Fachleuten beraten werden, ein reger Austausch mit langjährig beweidungserfahrenen Verbundpartnern im Projekt ist vorgesehen.

Ein großer Teil der Fördermittel wird verwendet, um Landwirte und Tierhalter bei der Erweiterung oder Neuanlage von Beweidungsflächen zu unterstützen. Beispielsweise können Zäune oder Gerätschaften für Beweidungen angeschafft werden. Zusätzlich sollen einzelne strukturverbessernde Maßnahmen, wie z.B. Anlage von Feuchtmulden oder Heckenpflanzungen je nach Bedarf umgesetzt werden.